...und nun zu den Arabern!

Als ich dann 2001 einen Resthof in der Nähe von Cuxhaven fand, stand fest: Gaylord soll nicht allein dort leben, er braucht Gesellschaft. Zunächst überlegte ich, noch einmal ein ehemaliges Schulpferd zu kaufen, aber dann entschloss ich mich, meinen Traum vom eigenen Araber wahr werden zu lassen. Ich durchforstete diverse Zeitschriften nach Anzeigen von Pferden, die mir gefielen. 

Als die neue "Pferdemarkt" erschien, blätterte ich natürlich neugierig darin herum. Und da war sie: Carsal Amra, eine braune Stute, ca. zweieinhalb Jahre alt und wunderschön. Das witzigste war aber ihr Geburtstag. Luzie hatte am 14.4. Geburtstag, Gaylord am 16.4. und Amra hatte am 18.4. Geburtstag! Ich dachte: Das ist mein Pferd! Also rief ich an und telefonierte gleich eine halbe Stunde mit der Züchterin Caren Salden (Carsal Arabians). Irgendwie stimmte die Wellenlänge sofort. Wir vereinbarten dann einen Besichtigungstermin. Ich dachte, ich fahre hin, schaue mir das Pferd an, wenn es mir gefällt, dann machen wir einen Kaufvertrag und das wars. Aber es kam dann etwas anders.

Am späten Vormittag kam ich an und sah mir die Pferde an, die zu verkaufen waren. Caren hatte mir schon am Telefon gesagt, daß Amra starke Probleme mit dem Zahnwechsel gehabt hatte und deshalb nicht besonders gut aussah. Sie hatte noch richtig dicke Backen und sah wie ein Hamster aus, aber sie gefiel mir trotzdem viel besser als ihre beiden Halbgeschwister, die ebenfalls zum Verkauf standen. Es hatte eben irgendwie "Klick!" gemacht! Ich fuhr dann mit, Carens Kinder von der Schule bzw. dem Kindergarten abzuholen, wurde zum Mittagessen eingeladen und ehe ich mich versah, war auch der Nachmittag schon herum. Wir haben uns über viele interessante Dinge unterhalten, nur gefragt, ob ich Amra denn jetzt kaufen möchte, hat Sie nicht. Es war dann glaube ich gegen 21:00 Uhr, als ich endlich nach Hause fuhr...

So zog dann mitte Dezember 2001 neben Gaylord und meinen Katzen meine eigene ägyptisch gezogene Vollblutaraberstute Carsal Amra mit in mein neues Zuhause! Ich hatte damals noch überhaupt keine Ahnung von irgendwelchen Abstammungen, geschweige denn von ägyptischen, polnischen oder altdeutschen Linien. Was für ein Juwel ich da im Stall habe, ist mir erst 2-3 Jahre später klargeworden.

Im Frühjahr 2002 suchte Caren dann einen guten Platz für Carsal Al Mushtari, genannt "Der kleine Muk". Er hatte im Alter von drei Tagen trotz Impfung Fohlenlähme gehabt und wäre schon längst im Pferdehimmel, wenn Caren nicht alles versucht hätte... Hinten rechts hat er infolge der Infektion ein steifes Fesselgelenk und würde deshalb bei Belastung durch einen Reiter höchstwahrscheinlich Probleme bekommen. Es wurde also ein Platz im Offenstall mit Pferdegesellschaft gesucht, und so kam Muk zu uns. Mittlerweile ist er ein wunderhübscher aufgeweckter Wallach geworden, immer der Erste, wenn ich in den Stall oder auf die Weide komme, macht jeden Blödsinn mit, ist unglaublich neugierig, verschmust und der beste Kumpel seiner Halbschwester Amra. Bei der Geburt ihres Fohlens war er auch mit dabei und hat ihr geholfen, es trocken zu lecken. Als er allerdings anfing wie eine Mutterstute zu blubbern, habe ich ihn dann doch für ein paar Stunden von den beiden getrennt, damit sich Mutter und Fohlen erst einmal kennenlernen konnten. Amra und Muk sehen sich sowieso recht Ähnlich, auch wenn Amra etwas größer ist.

Nun hatte ich also drei Pferde. Das klappte leider nicht besonders gut, da Amra und Muk am liebsten zusammen waren und Gaylord immer allein übrigblieb. Das gefiel ihm nicht und so ärgerte er die beiden ständig, woraufhin sie erst recht nichts mehr mit ihm zu tun haben wollten... Also mußte noch ein Pferd her. Zu der Zeit dachte ich schon daran, irgendwann eimal zu züchten, zumal ich mittlerweile wußte, dass Amra eine gute Abstammung hatte. Also sollte es eine Stute sein und deshalb kam P.A. Nadima al Badi hierher.

Einige Zeit später zog dann auch Glorieta Maarqesa bei mir ein. Sie ist mit Amra und Muk verwandt und sieht Amra sehr ähnlich. Außerdem hat sie auch den gleichen umgänglichen Charakter wie die beiden. Bei Ihrem Vorbesitzer, der auch Ihr Züchter ist, war sie unter anderem auch auf Wanderritten.

2006 entschloss ich mich, mich nach einem gut Western gerittenen Pferd umzusehen, da ich zwar schon seit einiger Zeit westernmäßig reite, aber nie Unterricht hatte. Da ich meine Jungen Pferde selbst anreite, könnte sich das irgendwann als Problem erweisen, wenn z.B. jemand anderes ein von mir angerittenes Pferd nicht reiten kann, weil es einfach nicht die korrekte Hilfengebung kennt. Also kam Schariman zu mir. Er ist ein gutes Lehrpferd und übrigens Amras Onkel. Einige Zeit später stellte ich zufällig fest, daß er beim gleichen Züchter aufgewachsen ist wie Glorieta. Witzigerweise sind auch die beiden ein Herz und eine Seele...


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